Was ist ein Pflegegrad?
Der Pflegegrad zeigt, wie selbstständig ein Mensch den Alltag bewältigen kann. Er wird nach einem Gutachten durch MDK (gesetzlich) oder Medicproof (privat) vergeben. Die Bewertung folgt dem Neuen Begutachtungsassessment (NBA) und umfasst sechs Bereiche mit fester Gewichtung:
• Mobilität – 10 %
• Kognitive & kommunikative Fähigkeiten ODER Verhaltensweisen & psychische Problemlagen – 15 % (der höhere Wert zählt)
• Selbstversorgung – 40 %
• Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen – 20 %
• Alltag & soziale Kontakte – 15 %
Die gewichteten Punkte ergeben den Pflegegrad: PG 1: 12,5–<27; PG 2: 27–<47,5; PG 3: 47,5–<70; PG 4: 70–<90; PG 5: 90–100.
Antragstellung – Schritt für Schritt
• Antrag bei der Pflegekasse stellen
• Medizinische Unterlagen & Pflegetagebuch vorbereiten
• Hausbesuch durch MDK oder Medicproof
• Bescheid über den Pflegegrad erhalten
• Widerspruch einlegen (falls nötig)
Leistungen 2025 – relevant für 24-Stunden-Betreuung
Da Pflegeherz keine Pflegesachleistungen abrechnet, sind für Familien besonders wichtig:
Gesetzliche Pflichtberatung (§ 37.3 SGB XI)
Pflegegeld-Empfänger müssen Beratungsbesuche nachweisen: PG 2–3 halbjährlich, PG 4–5 vierteljährlich. Die Kosten trägt die Pflegekasse.
Praxisbeispiele
Beispielhafte Betreuungskosten: 2.800 € / Monat. Angerechnete Leistungen: Pflegegeld + 131 € + 3.539 €/12 (≈ 295 €).
Interaktiver Pflegegrad-Kalkulator
Transparente Preisgestaltung
Unsere 24-Stunden-Betreuung kostet je nach Bedarf zwischen 3.400 € und 3.800 € pro Monat. Der Preis umfasst:
• Auswahl & Vorbereitung der Betreuungskraft (Interviews, Sprachtests, Matching)
• Faire Vergütung & vollständige Sozial-/Krankenversicherung
• Reiseorganisation & Personalwechsel
• Administration, zweisprachige Betreuung & Qualitätskontrolle
• Unterstützung bei Fragen zur Pflegekasse (MDK, Anträge, Nachweise)
Preisfaktoren: Sprachkenntnisse, Erfahrung, Pflegegrad/Intensität, spezielle Anforderungen. Dank Pflegegeld, Entlastungsbetrag und Jahresbudget sowie steuerlichen Vorteilen liegen die realen Eigenkosten deutlich darunter.